Handball - Die Recken

Nordmeyer-Team dreht ein verloren geglaubtes Spiel

Nach 11:19-Rückstand siegen DIE RECKEN noch mit 28:26

Von so einer Partie wird man noch ganz lange sprechen. Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf benötigte noch zwei Punkte, um den Klassenerhalt ganz sicher zu haben. Dementsprechend hatte TSV-Trainer Christopher Nordmeyer sein Team eingestellt. Das es am Ende doch noch zu einem 28:26 (11:17) reichte, lag an der alles überragenden zweiten Halbzeit. Doch was die Burgdorfer in der ersten Halbzeit boten,

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war alles andere als Kampf um den Klassenerhalt. Fehler über Fehler leistete sich die Truppe um Torwart Nikolai Weber, aus dem zwischenzeitlichen 2:2 wurde innerhalb kurzer Zeit ein 2:6-Rüchstand. Das TSV-Team zeigte eine desolate Leistung und lud die Gäste förmlich zum Torewerfen ein. Mit 11:17 wurden die Seiten gewechselt, alle Zeichen standen auf Sieg für die Gäste. Die Wurfquote der Burgdorfer lag bei 52 Prozent, also fast die Hälfte der Würfe verfehlt das Ziel. Zehn Fehlwürfe standen elf Treffer gegenüber. Im Tor konnte Weber gerade einmal 26 Prozent der Bälle abwehren – sein Gegenüber Andreas Wolff brachte es auf 48 Prozent.

In der Pause musste TSV-Coach Nordmeyer scheinbar die richtigen Worte gefunden zu haben. Zwar fielen die TSVer in der 32. Minute gleich auf 11:19 zurück, viele dachten, dies sei bereits die Entscheidung in einer bis dahin einseitigen Partie. Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft, jetzt zeigte sie, dass sie es nicht verlernt hatte. Innerhalb von 14 Minuten machten die Burgdorfer nach einem unglaublichen 11:1-Lauf (!) aus dem 11:19-Rückstand eine nicht für möglich gehaltene 22:20-Führung. In der 37. Minute sah zudem Runar Karason noch die Rote Karte, nachdem er HSG-Torwart Andreas Wolff den Ball bei einem Siebenmeter ins Gesicht geworfen hatte. In der Folgezeit wogte die Begegnung hin und her und es blieb bis zur Schlusssirene eng. 29 Sekunden vor dem Ende verkürzte der Wetzlarer Joli per Siebenmeter auf 26:27, doch ließen die Burgdorfer nichts mehr anbrennen und Kai Häfner warf eine Sekunde vor Schluss den viel umjubelte 28:26-Erfolg heraus. Eine super Steigerung in der zweiten Halbzeit hat ein verloren geglaubtes Spiel noch gedreht. Jetzt können die Planungen für die nächste Saison so richtig gestartet werden – TSV Hannover-Burgdorf bleibt weiterhin in der stärksten Liga der Welt.

TSV Hannover-Burgdorf: Weber, Ziemer – Häfner (8 Tore), Johannsen (6/3), Karason (4/2), Christophersen (4), Mirkulovski (3), Szücs (1),  Lehnhoff (1), Hykkerud (1), Patrail, Andreu, Kastening.

Kai Häfner ist nicht zu stoppen und erzielt gleich acht Tore (Foto: TSV Hannover-Burgdorf)

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Nordmeyer-Team dreht ein verloren geglaubtes Spiel

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