Handball - Die Recken

TSV-Team begeistert gegen die SG Flensburg-Handewitt

Überraschendes 25:25 nach einer erheblichen Leistungssteigerung läßt hoffen

War dies schon der Klassenerhalt für das Handball-Bundesligateam der TSV Hannover-Burgdorf? Nach einer tollen Leistungssteigerung knöpften die Schützlinge von Trainer Christopher Nordmeyer dem haushohen Favoriten SG Flensburg-Handewitt mit dem 25:25 (12:12) völlig überraschend einen Punkt ab. Mit so einer starken Vorstellung hatten nach den zuletzt gezeigten Leistungen wohl niemand gerechnet. Zwar

mussten die Gäste um Trainer Ljubomir Vranjes  auf die angeschlagenen Holger Glandorf, Jacob Heinl und Johan Jakobsson verzichten, doch auch bei den TSVern fehlten erneut einige Leistungsträger, bzw. einige Akteure waren noch nicht fit. Es begann wie erwartet. Es war noch nicht einmal eine Minute gespielt, da hieß es bereits 2:0 für die Flesnburger – ein Debakel deutete sich an. Doch weit gefehlt, plötzlich hielten die Burgdorfer voll dagegen und glichen in der 9. Minute durch Joakim Hykkerud zum 4:4 aus. Die erste TSV-Führung resultierte aus der 18. Minute durch Lars Lehnhoff mit dem 8:7. Jetzt wogte die Partie hin und her, zwei Minuten vor der Pause führten die Gastgeber plötzlich mit 12:10, scheiterten dann jedoch zweimal. Anstatt mit 13:10 in die Pause zu gehen glichen die Flensburger zum 12:12 aus. Es war ein sehr intensives Spiel, wobei beide Torhüter wenig Gelegenheit hatten, sich auszuzeichnen. Auch nach der Pause konnte sich zunächst kein Team entscheidend absetzen, die Burgdorfer hatten den besseren Start und führten beim 16:14, 17:15 und 18:16 jeweils mit zwei Treffern. In der 50. Minute hieß es immer noch 23:23, als Gästespieler Lars Kaufmann eine Zeitstrafe in Kauf nehmen musste. Hier verpassten die TSVer eine Vorentscheidung, denn in dieser Zeit konnte kein Treffer erzielt werden – der Vorteil war dahin. Super spannend die Schlussphase: Juan Andreu trifft in der 55. Minute zum 24:24, eine Minute später scheitert Runar Karason am SG-Torwart Mattias Andersson. Im Gegenzug trifft Thomas Mogensen zur 25:24-Führung für Flensburg. In der 58. Minute leistet sich Timo Kastening einen technischen Fehler und in der 59. Minute wirft auf der anderen Seite Lars Kaufmann neben das Tor. 28 Sekunden vor Schluss nimmt Nordmeyer ein Team-Timeout, welches Wirkung zeigte. Mit der Schlusssirene trifft Runar Karason zum hoch verdienten 25:25-Ausgleich.

Der Vorsprung vor den Abstiegsplätzen beträgt vier Spieltage vor Schluss jetzt fünf Punkte – das könnte reichen.

Es war eine tollen Vorstellung der TSV Hannover-Burgdorf, die während der gesamten 60 Minuten nicht einen einzigen Siebenmeter zugesprochen bekamen. Bester Werfer war Runar Karason mit fünf Treffern, der aber auf der anderen Seite aber auch sieben Fehlwürfe zu verzeichnen hatte. Die Fehlerquote lag diesmal wieder bei 15 verworfenen Bällen, aber war deutlich besser als in den Spielen zuvor. Hoffentlich können die Burgdorfer diese Form in den restlichen Begegnungen konservieren.

„Ich muss ein Lob an unsere Kampfesstärke aussprechen, die wir über 60 Minuten gezeigt haben. Dass wir mit einem Kempator am Ende noch einen Punkt holen, freut mich sehr. Die Stimmung von den Zuschauern war klasse und hat uns sehr geholfen“, findet Nordmeyer positive Worte für sein Team und den „Achten Mann“.

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Weber – Karason (5 Tore), Andreu (3), Christophersen (3),  Mirkulovski (3), Hykkerud (2), Lehnhoff (2), Szücs (2), Sevaljevic (2), Kastening (2), Pollex (1),  Gudmundsson, Patrail.

Hat endlich wieder Grund zur Freude: TSV-Trainer Christopher Nordmeyer (Foto: TSV Hannover-Burgdorf)

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