Handball - Die Recken

Müssen hart arbeiten und weniger Fehler machen

Interview mit RECKEN-Geschäftsführer Benjamin Chatton

Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf hat mit dem siebten Tabellenplatz und 36:28 Punkten die zweitbeste Saison der Vereinsgeschichte gespielt. Vor allem im heimischen Wohnzimmer waren DIE RECKEN mit 24:8 Punkten kaum zu bezwingen. Geschäftsführer Benjamin Chatton versteht die abgelaufene Spielzeit aber nicht als Ruhekissen, sondern als Ansporn für zukünftige Weiterentwicklungen. „Um dauerhaft zu den besten 25 Teams in Europa zu gehören, müssen wir hart arbeiten und weniger Fehler als unsere Mitbewerber machen“, weiß der 35-Jährige, dass der Erfolg von gestern keine Garantien für die Zukunft gibt. Im Saisonrückblick spricht der Geschäftsführer mit www.die-recken.de neben der sportlichen auch über die wirtschaftliche Weiterentwicklung, die erfolgreiche Reckenschmiede und flexible Wohnzimmer.  

Benjamin Chatton über…

die zweitbeste Saison der Vereinsgeschichte

„Unsere mittelfristige Ausrichtung ist dauerhaft zu den zehn besten Mannschaften in Deutschland und somit zu den fünfundzwanzig besten in Europa zu gehören. Die Platzierung an sich ist zwar schön anzuschauen, aber lediglich eine Bewertung der Vergangenheit, denn für die Zukunft gibt uns das keine Garantie. Es kann sowohl Ansporn sein aber auch sich als Hypothek für die neue Saison erweisen. Wir tun gut daran, wenn wir mit einer realistischen Erwartungshaltung als Fundament in die neue Saison gehen.“

die Herausforderung, sich dauerhaft unter den „top ten“ in der DKB Handball-Bundesliga zu etablieren

„Diese mittelfristige Zielsetzung ist alles andere als selbstverständlich. Hierfür müssen wir nicht nur hart arbeiten, sondern vor allem auch weniger Fehler machen als unsere Mitbewerber.“ 

den Anteil von Jens Bürkle am Aufschwung

„Da ein Trainer in der öffentlichen Meinung in der Regel die Verantwortung für Misserfolg bekommt, muss er schlussfolgernd auch im Erfolgsfall einen großen Anteil haben. Jens ist bekanntlich ein Schwabe, daher bemühe ich mal das Sprichwort it gschompfa isch globt gnuag.“

die Heimbilanz von 24:8 Punkten

„Nur zwei Heimniederlagen sind eine außergewöhnliche Bilanz und nur schwer zu steigern. Die RECKEN-Festung hat ihren Namen in dieser Saison symbolisiert und die Zuschauer hatten maßgeblichen Anteil an vielen emotionalen und mitreißenden Spielverläufen.“

Kontinuität in der Personalplanung

„Kontinuität in der Personalplanung ist ein Erfolgsfaktor. Unsere Konstellation zur neuen Saison mit keinem Abgang und nur einem Zugang ist in dieser Hinsicht nahezu optimal. Aber es ist wie in der Formel 1: Nur weil der Tank voll ist und die Reifen aufgepumpt sind, wird man nicht automatisch das Ziel erreichen. Es kann aber die Grundlage für ein gutes Rennen sein.“

 …die zahlreichen Talente aus der Reckenschmiede

„Von den 18 eingesetzten Spielern in dieser Bundesligasaison kamen acht Spieler aus dem Bereich der Nachwuchsrecken bzw. sogar direkt aus der eigenen Jugend. Mit Timo Kastening und Malte Semisch haben zwei Spieler gute Voraussetzungen, um eine ähnliche RECKEN-Geschichte zu schreiben wie Lars Lehnhoff. Diese Beispiele zeigen auch, dass es für junge Spieler möglich ist, mit uns in die Bundesliga zu kommen. Dies sollte der Ansporn für alle RECKEN-Talente sein. Unser Dank gilt an alle, die hierzu beitragen und sich in der Reckenschmiede mit hohem Engagement einbringen.“

die Entscheidung, zukünftig in zwei Wohnzimmern zu spielen

„Die Voraussetzungen in Hannover sind dafür gegeben, dauerhaft zwei RECKEN-Festungen mit Emotionen zu füllen. Das sind eine tolle Herausforderung und Chance für die Zukunft zugleich. Und, wer kann schon sein Wohnzimmer nach der voraussichtlichen Gästezahl ausrichten?“

den Handballboom in der Region Hannover

„Die Mannschaft ist in vielen Heimspielen über sich hinausgewachsen. Dies hat angesteckt und die Fans haben den RECKEN-Virus weitergetragen. Die Europameisterschaft hat das Handballfieber nochmal erhöht. Also Achtung, RECKEN sind ansteckend (lacht)...“

... die drei Aufsteiger Erlangen, Minden, Coburg

„Werden in der neuen Saison für Überraschungen sorgen. Vielleicht schaffen sogar alle drei Aufsteiger den Klassenerhalt. Es wird vermutlich im Abstiegskampf ein sehr spannender Saisonverlauf.“

neue Projekte wie den Livestream und der Ausbau der VIP-Kapazitäten

„Zwei Themen, die wir im Saisonendspurt gestartet haben und die in der neuen Saison nicht allein für eine Weiterentwicklung stehen sollen. Der Livestream ist eine Ergänzung unserer Fankommunikation und bietet auch unseren Sponsoren eine neue Plattform. Die Erweiterung des VIP-Bereich ist eine positive Folge der Nachfrage und elementar für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung.“

.... zukünftige Herausforderungen am Standort Hannover

„Jedes neue Puzzleteil bringt uns auf ein höheres Niveau und dies zieht wieder andere Herausforderungen nach sich. Die RECKEN-Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. Basis hierfür sind aber die Zuschauer, Sponsoren und alle RECKEN in der Sportregion Hannover.“

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Müssen hart arbeiten und weniger Fehler machen

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