Handball - Die Recken

TSV Hannover-Burgdorf mit einer weiteren Enttäuschung

Abstiegskampf statt Spiele um den Europacup?

Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf befindet sich rasant auf dem Weg in die Abstiegszone. Auch bei der HSG Wetzlar enttäuschte das TSV-Team von Trainer Christopher Nordmeyer und musste sich mit 27:29 (13:16) geschlagen geben. Mit so einer Leistung kann man nicht

den Anspruch haben, um die Europacup-Spiele mitzumischen, sondern muss sehen, dass man nicht absteigt. Es war das alte Lied: Die Wurfqualität reicht auch gegen Teams des unteren Tabellendrittels nicht aus. Wieder gab es 22 Fehlversuche, dazu die unzählige  technischen Fehler. Es kann einfach nicht angehen, dass in jeden Spiel der Burgdorfer der gegnerische Torwart der beste Spieler auf dem Feld ist.

Zunächst dominierten die TSVer und lagen bis zur 12. Minuten stets mit ein oder zwei Treffern in Führung. Dann erlaubten sich die Burgdorfer sieben Abstinenz ohne Treffer, was die gewiss nicht starken Wetzlarer nur zu einer 10:9-Führung nutzten. Nach dem Ausgleich durch Selvaljevic zum 10:10 wurde erneut sieben Minuten kein Tor geworfen - stets stand HSG-Torwart Jose Javier Hombrados im Weg. Dadurch zogen die Hausherren auf 14:10 davon, später auf 16:11. Zur Pause verkürzten die Gäste noch auf 13:16. Wer nun dachte, nach dem Seitenwechsel kamen die Burgdorfer auf, sah sich getäuscht. Selbst ein Überzahlspiel wurde verloren - in der 35. Minute führte die HSG mit 20:14. Dann allerdings rafften sich die Burgdorfer auf und Lehnhoff verkürzte in der 42. Minute auf 21:22 - es ging hin und her. In der 47. Minute traf Häfner mit dem Anschluss zum 24:25, doch statt auszugleich, warfen Selvaljevic und Christophersen vorbei. Ähnlich nach der 54. Minute, als Lehnhoff zum 27:28 verkürzte, da wurde gleich dreimal vor dem HSG-Tor gepatzt. Jetzt stand HSG-Torwart Andreas Wolff im Weg. Da die Burgdorfer sich den Luxus leisteten,  in den letzten sechs Minuten keinen Treffer mehr zu erzielen, erlaubten sich die Wetzlarer 30 Sekunden vor Schluss mit dem 29:27 alles klar zu machen. Als Entschuldigung kann da nicht dienen, dass bei den TSVern mit Mait Patrail, Olafur Gudmundsson und Torge Johannsen drei Stammspieler fehlten. Wer so viele Fehler begeht, muss sich die Niederlage selbst zuschreiben. Nikolai Weber stand zunächst im TSV-Tor und war seinem Gegenüber Hombrados klar unterlagen. Vier Weber-Paraden standen zwölf des HSG-Keepers gegenüber. Danach war es zwischen Martin Ziemer und Andreas Wolff mit je sechs Paraden ausgeglichen.

Jetzt muss sich das Burgdorfer Team wieder finden, denn die Bundesliga ist in diesem Jahr recht ausgeglichen. Fünf Punkte sind es bis zu einem Abstiegsplatz, zu Europapokalspielen fehlen drei Zähler - da hat man jetzt einen ganz großen Schritt hin verpasst.

Die Tore der TSV Hannover-Burgdorf erzielten Kai Häfner (6), Sven-Sören Christophersen (6), Joakim Hykkerud (5), Lars Lehnhoff (4), Timo Kastening (3), Juan Andreu (2) und Vasko Sevaljevic (1).

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TSV Hannover-Burgdorf mit einer weiteren Enttäuschung

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