Handball - Die Recken

Häfner trifft mit der Schlusssirene zum 29:29

TSV Hannover-Burgdorf wirft in Gummersbach zu viele Fahrkarten

Einen glücklichen Punktgewinn holte sich Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf mit dem 29:29 (15:18) beim Tabellennachbarn VfL

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Gummersbach. Eigentlich hatten sich die TSVer einiges mehr vorgenommen, doch nach dem Ausfall von Mait Patrail und Olafur Gudmundsson musste TSV-Trainer Christopher Nordmeyer noch kurzfristig auf Vasko Saveljevic verzichten, der Vater wurde. Aus dem Perspektivkader fuhren daher Timo Kastening, Maurice und Yannik Dräger mit nach Gummersbach. Die ersten 30 Minuten verliefen bis auf die Schlussphase recht ausgeglichen, doch häuften sich jetzt die technischen Fehler. Aus dem 14:14 in der 25.  Minute wurde zum Seitenwechsel ein 15:18-Rückstand. Nach Wiederbeginn zog der VfL auf 21:17 davon, die Burgdorfer kämpften sich jedoch immer wieder heran. Die schwache Wurfausbeute der Gäste nutzten die Hausherren immer wieder aus. Nach dem 22:26-Rückstand in der 49. Minute konnte Juan Andreu auf 25:26 verkürzen. Jetzt einige typische Beispiele: Anstatt auszugleichen wirft Christophersen den Ball vorbei – Gegenzug 25:27, Johannsen scheitert an VfL-Keeper Lichtlein – Gegenzug 25:28. Szücs scheitert, Häfner trifft aber zum 26:28. Nach einem erneuten Fehlwurf geht der VfL drei Minuten vor dem Ende mit 29:26 in Führung und sieht wie der sichere Sieger aus. Da zeigte TSV-Torwart Martin Ziemer seine große Klasse und wehrte mehrere freie Würfe ab. Zweimal Lars Lehnhoff und mit der Schlusssirene Kai Häfner mit einem strammem Wurf aus dem Rückraum in den Winkel sorgen mit dem 29:29 noch für einen glücklichen Punktgewinn. Sehenswert auch der 28:29-Treffer von Lehnhoff. Nach einem weiten Abwurf von Ziemer nahm er den Ball in der Luft an und verwandelte in Weltklassemanier. Die TSV Hannover-Burgdorf, die sich nach dem hohen 39:31-Sieg gegen den Bergischen HC vor allem angriffsmäßig gestärkt sahen, hatten insgesamt 20 Fehlwürfe zu verzeichnen – dies ist einfach zu viel. Auf jeden Fall zeigte das Nordmeyer-Team nach einem bereits verloren geglaubten Spiel in der Schlussphase unglaubliche Moral. Stinksauer nach der Partie war Gummersbachs Nationaltorwart Carsten Lichtlein: "Nach so einem Spiel kann sich nur in den A.... beißen."

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Weber – Lehnhoff (8/4 Tore), Hykkerud (6), Häfner (4), Christophersen (4), Johannsen (3), Andreu (2), Szücs (1), Karason (1), Buschmann, Kastening, Y. Dräger.

Lars Lehnhoff erzielt in Gummersbach acht Tore (Foto: TSV Hannover-Burgdorf)

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Häfner trifft mit der Schlusssirene zum 29:29

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